Weltanschauung
Über Macht und ideologische Vorherrschaft In Zeiten der Verunsicherung wächst das Bedürfnis nach Orientierung. Politische Fehlentscheidungen – vor allem im Zuge der Euro-Rettungspolitik und der Migrationskrise – haben die Nation geistig gespalten. Erhebliche Teile der Bürgerschaft distanzieren sich von einer Politik, die das Land in unerwünschter Weise verändert. Diese Distanzierung ist sowohl eine Reaktion auf die unbewältigten Folgen der politischen Entscheidungen als auch der katastrophalen Kommunikation dieser Krisen durch die politische Klasse und die dominierenden Medien. Die politisch-mediale Elite verfolgt eine kosmopolitisch orientierte Agenda, die dem Denken großer Bevölkerungsteile widerspricht. Dieser Elite ist es nicht nur gelungen, den Zeitgeist der Epoche maßgeblich zu prägen; sie kämpft darum, eine ideologische Vorherrschaft zu begründen. Dabei bringt sie Mittel und Methoden zum Einsatz, die diesen Kulturkampf in einen Angriff auf den freiheitlichen Staat münden lässt.
Dieser Band, aus dem Geist der Frontkameradschaft geschrieben, gehört unbestritten zu den bedeutenden Quellentexten der Konservativen Revolution. Die Brüder Jünger haben ein »Nationalistisches Manifest« als Gegenstück zum Kommunistischen Manifest verfasst, das dem damaligen Einsatzgeist der Freikorpssoldaten und Wehrverbände in Idealismus und Radikalität entspricht. Seit 1928 ist der Text nicht wieder gedruckt worden. Selten taucht im Antiquariat eines der ehemals 3000 Exemplare auf. Im Jahre 1926 erschien bei der Verlagsgesellschaft »Der Aufmarsch«, vermutlich in einer Auflagenhöhe von 3000, der Aufmarsch des Nationalismus als Band 2 der »Reihe deutscher Schriften«. Die Vorlage zu diesem Exemplar, das 1928 mit neuer Titelseite unter Verzicht des Reihentitels vom Vormarsch-Verlag aufgebunden wurde, stammt aus dem Konkursposten der Originalauflage. Faksimile der Ausgabe von 1928, Vormarsch Verlag.
Europäisches Manifest für das 21. Jahrhundert Der Philosoph der Vielfalt erläutert die Grundzüge seiner politischen Ideen. Statt der »Einen Welt« unter amerikanischer Vormacht plädiert er für eine multipolare Ordnung mit starken nationalen und kulturellen Identitäten. Der Aufstieg Chinas und der Niedergang der USA belegen die Aktualität seines zur Jahrtausendwende vorgelegten Entwurfs. Neben dem zeitlosen Manifest der Nouvelle Droite enthält dieses Buch Benoists programmatische politische Ideen.
Eines der Hauptwerke des bedeutendsten Denkers der Antimoderne liegt hiermit nach langer Zeit wieder vor. In einer Zeit, die keinen Gottesbezug mehr hat, will Evola an europäische Traditionen anknüpfen. Er schreibt über Martin Heidegger, Aldous Huxley, Ernst Jünger, Henry Miller, Friedrich Nietzsche und Jean-Paul Sartre, über den Existenzialismus, über Dadaismus und Surrealismus, über Drogen und Musik. Er beurteilt die moderne Wissenschaft, moderne Kunst sowie das Verhältnisses der Geschlechter und das Familienwesen.
Grundlegende Lehrschrift der Konservativen Revolution, die jedem Beschwichtigungskonservativen entgegenhält: »Wir wollen diese Revolution gewinnen!«. Arthur Moeller van den Brucks Vorstellung eines »dritten Reiches« hat nichts mit dem zu tun, was sich ab 1933 vollzieht. Faksimile der Ausgabe von 1923, Ring-Verlag, Berlin.
Dieser Schlüsseltext fasst den Faschismus nicht als historisches Ereignis, sondern als zeitlose Haltung. Mohlers »physiognomischer Zugriff« ist zugleich haarsträubend und genial, verrückt und stark. Benedikt Kaiser zeichnet in einem dichten Nachwort die Wirkmächtigkeit dieses Essays nach.
Dieser 1930 entlegen publizierte Essay thematisiert zum ersten Mal in der Geschichte der deutschen Universitätsphilosophie die politische Perspektive »Europa« als Paradigmenwechsel für eine künftige Politische Philosophie. Hugo Fischer entwickelt darin den Gedanken, Europa als »konkretes Apriori« bei der Begründung neuer, übernationaler Herrschaftsformen zu begreifen. Diese insbesondere für den Kreis um Ernst Niekisch und die Brüder Friedrich Georg und Ernst Jünger programmatische Schrift wird hier von Steffen Dietzsch und Miloš Havelka mit einem Beitrag zu »›Europa‹ als Heterotopie zwischen Novalis und Stefan George« neu herausgegeben.
Es gibt ein Unbehagen am Eigenen in Deutschland. Wurde das Volk früher begriffen als eine Seinsform, in die man hineingeboren wurde, so wähnte sich das ichverpanzerte Individuum lange Zeit frei von solchen gemeinschaftsgeprägten Lebensbildern; nationale Identität war – so schien es gerade in den Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung – einer nebulösen Weltbürgerlichkeit gewichen. Unterdessen begreifen mehr und mehr Bürger, dass in den unruhigen Jahren, die vor uns liegen, politische Gestaltungskraft nur von dem ausgehen kann, der sich seiner Wurzeln besinnt. Vor dem Hintergrund dieses Paradigmenwechsels unternimmt der Verfasser den Versuch, die Deutschen zu einer Affäre mit sich selbst zu verführen. Dazu werden die Entwicklungslinien von Volk und Nation in der deutschen Geistesgeschichte der letzten 250 Jahre nachgezeichnet. Dieses weite historisch-philosophische Panorama eröffnet Einblicke in das Verständnis der Gegenwart, die sich – im Gegensatz zu den Scheindebatten einer inszenierten Öffentlichkeit – als bestechend aktuell erweisen könnten.
Die letzte Veröffentlichung vor der Inhaftierung und dem Ende des legalen Widerstandskreises. Nach der Überwindung der symbolischen Figur des »ewigen Römers« und des »ewigen Juden« sieht Niekisch als Vision die »dritte imperiale Figur«, den Arbeiter mit Blick nach Osten. Faksimile der Ausgabe von 1935, Widerstands-Verlag, Berlin.
Edgar Julius Jung (1894–1934) war einer der wichtigsten Denker der Weimarer Republik. Ende Juni 1934 wurde er von der Gestapo verhaftet, weil Vizekanzler Franz von Papen wenige Tage zuvor die berühmte »Marburger Rede« hielt – eine Rede, die Jung schrieb und in der er eine Abrechnung mit den Nationalsozialisten Hitlers aus jungkonservativer Sicht vornahm. Das eigentliche theoretische Fundament Edgar J. Jungs, auf dem nicht zuletzt das genannte Vortragsmanuskript basiert, war das Opus Herrschaft der Minderwertigen. Dieses Buch ist eine Kampfansage an westlichen Parlamentarismus und Liberalismus im Zeichen einer »Revolution des Geistes« (Jung). Als bedeutendes Grundlagenwerk der Konservativen Revolution wurde es häufig zitiert und viel darüber geredet: nun aber erst wurde das selten erreichbare Werk neu aufgelegt! Nachdruck der dritten Auflage, Verlag der Deutschen Rundschau, Berlin 1930. Mit Abbildung des Autors und biographischer Skizze.
Auf übersichtlichen 108 Seiten reitet der Philosoph Rudolf Brandner einen leidenschaftlichen wie sachlichen Angriff auf die Sakralisierung der Menschenrechte. Die westliche Moderne kennzeichnet bis heute ein langer, widersprüchlicher Prozess um die Statuierung der Menschenrechte. Es waren die schrecklichen Erfahrungen mit den Totalitarismen des letzten Jahrhunderts, die schließlich den Diskurs darüber in eine weitest gefasste, abstrakte »Erklärung« goss. Abgeleitet allein aus seinem elementaren, nackten Menschsein sollte die Würde des Einzelnen durch Rechte mit unbedingtem, universellem Geltungsanspruch garantiert werden. Diese verabsolutierende Sakralisierung der Menschenrechte forcierte zum einen die zunehmende Verdrängung des Politischen durch eine sich universell verstehende Moral in den westlichen Gesellschaften, was zu einem im tiefer gehenden Konflikt zwischen dem Einzelnen und dem Staat, der Gemeinschaft als ethischem, kulturellem Gebilde, führte. Zum anderen verschärfte sie, nach außen getragen, als eine neue Form imperialistischen Anspruchs den ideologischen Konflikt zwischen den Kulturen. Wobei der Westen, der auf der gleichzeitigen Entwicklung von Wissenschaft und Kapitalismus gründet, sich stets auf sein ausgeprägtes liberales Demokratieverständnis beruft und vor allem globale Ökonomisierung meint. Letztlich zielen beide Ausrichtungen mit der Ideologisierung der Menschenrechte auf ein supranationales Konstrukt als eine Art »Welteinheitsstaat« ab. Der Philosoph Rudolf Brandner hat in einem ersten großen Abschnitt seines souverän vorgetragenen Essays die Widersprüche des Menschenrechtsdiskurses in all ihren geschichtlichen und kulturellen Verästelungen großräumig dargelegt. In einem zweiten Teil geht er stets anschaulich auf die ethischen, rechtlichen und politischen Implikationen ein. Der ethische Gehalt der Menschenrechte wird dabei nie in Frage gestellt; sehr wohl aber wird ihre ideologische Rechtfertigung, die tiefe Einsichten in die geschichtliche Verfasstheit moderner Gesellschaften und ihres Freiheitsverständnisses gewährt, scharf in den Blick genommen.
Band 3 der Werkausgabe. »Man weiß doch, wohin das geführt hat!« Keine andere intellektuelle Geistesströmung des 20. Jahrhunderts führt heute noch zu einer derart impulsiven Abwehr wie die Konservative Revolution (KR). Jedenfalls auf Seiten der Linken. Bei bloßer Nennung von Namen wie Edgar Julius Jung oder Arthur Moeller van den Bruck, aber auch von Oswald Spengler und Ernst Jünger, kommt es zu einer schablonisierten Gleichsetzung von offensiv konservativem Denken mit der Befürwortung des Nationalsozialismus und des Betriebs von Konzentrationslagern. Die KR, wie sie im rechten Spektrum gern genannt wird, stellt ein No-Go, ein letztverbliebenes Tabu dar, das bestenfalls soziologische Fallstudien lohnt, deren Fazit von vornherein feststehen muss. Rolf Peter Sieferle, ein intellektuell-tiefblickender »Ketzer«, wie ihn Karlheinz Weißmann im Nachwort des vorliegenden Bandes nennt, wollte an diesem unwürdigen Automatismus etwas ändern. Sein Herangehen an die Geistesströmung ist die des vorurteilsentschlackten Wissenschaftlers, der er zeitlebens war. Er sieht das Detail wie das Ganze, bevor er wertet, und kontextualisiert es universalgeschichtlich. Wenn er sich der KR über fünf ihrer maßgeblichsten Autoren (Paul Lensch, Werner Sombart, Oswald Spengler, Ernst Jünger und Hans Freyer) nähert, schildert er das »symbolische Feld« der modernitätsskeptischen Bewegung induktiv, aus dem literarischen Handeln wie den Lebenswegen der Avantgardisten selbst. Es eröffnet sich dabei eine weitgespannte phänomenologische Historie der KR, die uns Heutigen, die wir in stürmischen Zeiten den Kurs halten müssen, ein kritischer Kompaß wie ein Anker sein kann.
Richard Schapke gehörte zum inneren Kreis der »Schwarzen Front« und veröffentlichte am Vorabend der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten die vorliegende Programmschrift der »linken Nationalsozialisten«. Faksimile der Ausgabe von 1932, Lindner, Leipzig.
Neue Ausgabe. Neue Übersetzung. Alle politischen Systeme sind heute das Produkt dreier verschiedener Ideologien: Die erste und älteste ist der Liberalismus, die zweite der Marxismus und die dritte der Faschismus. Die beiden letzteren sind aus der Geschichte verschwunden, und die erste ist keine Ideologie mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit. Die Welt steht heute am Rande einer post-politischen Realität, in der die Werte des Liberalismus so tief verankert sind, dass der Durchschnittsbürger nicht merkt, dass um ihn herum eine Ideologie am Werk ist. Der Liberalismus droht, den politischen Diskurs zu monopolisieren und die Welt in eine universelle Gleichheit zu tauchen, die alles zerstört, was unterschiedliche Kulturen und Völker einzigartig macht. Alexander Dugin zufolge ist eine vierte Ideologie erforderlich, um diesen Morast zu durchbrechen und die Trümmer der ersten drei Ideologien nach nützlichen Elementen zu durchsieben. Dugin skizziert die Parameter, innerhalb derer sie sich entwickeln könnte, und die Probleme, die sie angehen muss. Er sieht voraus, dass die Vierte Politische Theorie die Instrumente und Konzepte der Moderne gegen sich selbst einsetzen wird, um eine Rückkehr der kulturellen Vielfalt gegen die Kommerzialisierung sowie die traditionelle Weltanschauung aller Völker der Erde zu erreichen. Geschrieben von einem Gelehrten, der die Richtung der russischen geopolitischen Strategie heute aktiv beeinflusst, ist Die Vierte Politische Theorie eine Einführung in eine Idee, die den Kurs der politischen Zukunft der Welt durchaus prägen könnte. Dugin (geb. 1962) ist einer der bekanntesten Schriftsteller und politischen Kommentatoren im postsowjetischen Russland, wo er seit den 1980er-Jahren in der Politik tätig ist. Er ist nicht nur Autor zahlreicher Bücher, sondern auch Leiter der von ihm gegründeten Internationalen Eurasianistischen Bewegung. Er war Berater des Kremls in geopolitischen Fragen und Leiter der Fakultät für Soziologie an der Lomonossow-Universität in Moskau.
Ernst Niekisch (1889–1967) war ein politischer Denker und faszinierender Autor, der sich von der extremen Linken zum Visionär des deutschen Nationalismus entwickelte. Dennoch wurde er 1939 vom Volksgerichtshof zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt. Warum dieser Nationalist mit Hitlers Nationalsozialismus kollidieren musste und heute noch Interesse verdient, geht aus diesem Buch Ernst Niekisch – Widerstand gegen den Westen hervor. Er war ein »unbedingter« Nationalist, der trotz gänzlich veränderter Umstände heutigen »Nationalkonservativen« als Test für die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens dienen und auch Linke verunsichern kann.
Mohler wies schon frühzeitig auf die gesellschaftsauflösende Funktion des Liberalismus hin – seine Resultate werden dann hypermoralisch verteidigt und autoritär in Schach gehalten. Armin Mohler hat daher Zeit seines Lebens den »Liberalen« attackiert. Er hielt ihn für einen Typen, der ständig »für seine guten Absichten prämiert werden will«, aber nicht in der Lage sei, das politisch oder staatlich Notwendige zu tun. Dieser Essay ist ein typischer Mohler: Man liest und weiß, dass man rechts ist – oder eben nicht. Mit einem Nachwort von Martin Lichtmesz.
Corneliu Zelea Codreanu gehört zu den herausragenden Gestalten des 20. Jahrhunderts. Seit seiner Studentenzeit in Jassy (Rumänien) setzte er sich für nationale und soziale Belange ein. 1927 gründete Codreanu mit einigen Kameraden die Legion Erzengel Michael, ab 1930 besser bekannt unter der Bezeichnung Eiserne Garde, einen radikalen elitären Kampfbund, der höchste Anforderungen an seine Mitglieder, die Legionäre, stellte und sich als spirituelle Gemeinschaft begriff. Regionale Zellen der Legion waren die sogenannten Nester. Dem Căpitan, wie Codreanu von seinen Anhängern genannt wurde, gelang es, die Legion zu einer einflussreichen Kraft zu machen. Am 30. November 1938 wurde Codreanu auf Geheiß der rumänischen Machthaber ermordet. 1933 erschien in Bukarest das Handbuch für die Nester. Kein anderes Buch ermöglicht einen so guten Einblick in die Struktur, die Ausrichtung und das Selbstverständnis der Eisernen Garde. Der als Nachschlage- und Schulungswerk gedachte Leitfaden, vom Căpitan persönlich für die Praxis geschrieben, sollte den Legionären Hilfestellung und Anleitung in pragmatischen ebenso wie in Verfahrensfragen geben und dem Leser immer wieder die spirituelle Verankerung der Legion ins Gedächtnis rufen. Das Handbuch für die Nester belehrt Nestführer, wie ihre Sitzungen abzuhalten sind, erläutert die elitären Aufnahmebedingungen in die Legion, nennt die Tugenden, die der Legionär in sich wachrufen und pflegen muss, gibt praktische Regeln und Stategien für das Bestreiten des politischen Wahlkampfes vor, zeichnet den inneren Kampf nach, den der Legionär siegreich zu bestreiten hat, nennt den äußeren Feind, gibt Hinweise zum Abhalten von symbolträchtigen Legionärsriten, skizziert die Geschichte der Eisernen Garde aus erster Hand, enthält bedeutende Reden Codreanus im Parlament und vieles mehr. Das Handbuch für die Nester erschien 2008 im Regin-Verlag erstmals in deutscher Sprache und enthält ein sachkundiges Nachwort des Übersetzers und Kenners der Legion, Claudiu Mihuţiu.
Der »nationale Dissident« Hans-Dietrich Sander gehört zu jenen charakterstarken deutschen Intellektuellen, die sich der Anpassung an die Masse und ihre Moden stets verweigert haben. Sein Lebensweg veranschaulicht Sanders Entwicklung zum Denker des Nationalen: • In seiner Jugend Kommunist, arbeitete Sander in der DDR mit Bertolt Brecht zusammen; • als Redakteur bei der Welt wirkte er unter dem konservativen Publizisten Hans Zehrer; • als Doktorand promovierte er bei dem bekannten Verteidiger Preußens Hans-Joachim Schoeps; • als langjähriger Briefpartner erörterte er Fragen mit Carl Schmitt; • als Buchautor schrieb er mit Der nationale Imperativ gegen die Teilung Deutschlands an; • mit seiner brisanten Monographie Die Auflösung aller Dinge eröffnete er einen ganz neuen Blick auf die Judenfrage; • vor allem aber als Herausgeber der renommierten Staatsbriefe hat sich Sander als Publizist und Denker, der die Renaissance des Reiches fordert, ein unverwechselbares Profil gegeben. Im vorliegenden Gesprächsband kommt Hans-Dietrich Sander unverfälscht zu Wort, schildert sein kämpferisches Leben und gibt eine gut fassliche Einführung in sein Denken.
Sex sells – diese Marketingparole lässt sich umkehren. Wer auf dem zwischenmenschlichen Markt trotz Tinder und Co. nicht »ankommt«, mit dem scheint etwas nicht zu stimmen. Zuerst Identitäts-, heute Kampfbegriff: Der »Incel«, der unfreiwillig enthaltsam lebende Mann, ist von einer digitalen Figur zum Strohmann feministischer und antifaschistischer Agitation geworden. Seine private Unzufriedenheit soll ihn auf direktem Wege in Frauenhass, dann Rechtsextremismus und schließlich Terrorismus führen. Wegner behauptet: Dieses Phänomen und die damit verbundene Gewalt entspringen einer Ver- und Entwertung aller Lebensbereiche. Der Incel ist die Konsequenz unserer digitalen Ökonomie – und eine radikale Abkehr der einzig denkbare Ausweg.
Die Rhetorik der Menschenrechte ist im Zeichen von gegenwärtigen Debatten um Politische Korrektheit, Genderfragen und Transsexualismus sowie um Masseneinwanderung und »kulturelle Aneignung« wieder verstärkt auf dem Vormarsch. Doch lässt die Menschenrechtsideologie sich mit der kulturellen Vielfalt unter einen Hut bringen, oder muss sie sie zerstören? Alle diese Fragen, mit denen sich der öffentliche Diskurs ausgiebig beschäftigt, münden letztlich in eine simple Entscheidung. Entweder bleibt man dabei, dass die Grundbegriffe der Menschenrechtslehre ihrer Entstehungsgeschichte zum Trotz wahrhaft universelle Begriffe sind. Dies gilt es nun zu beweisen. Oder aber man gibt den Gedanken der Universalität auf, was das gesamte Modell zum Einsturz bringt: Wenn der Begriff der Menschenrechte ein rein westlicher ist kann kein Zweifel bestehen, dass seine globale Verallgemeinerung eine Einmischung von außen darstellt, eine andere Art der Bekehrung und Beherrschung, eine Fortsetzung also des kolonialen Syndroms.
Die Oktoberrevolution 1917 galt vielen europäischen Intellektuellen als Fanal: Ob angsterfüllt beobachtet oder euphorisch begrüßt, sie war das Ereignis der Epoche, zu dem man sich intellektuell zu verhalten hatte. Angesichts der Fliehkräfte der Weimarer Republik und der von vielen empfundenen tiefen Krise der westlichen liberalen Zivilisation richtete auch Hugo Fischer den Blick nach Osten, um in der Politik Lenins und in den Räten Alternativen für eine Herrschaftsform jenseits von Parlamentarismus und Diktatur zu finden. Selbst aus der nationalen Rechten entstammend, betrachtet er Lenin ohne ideologische Voreingenommenheit, er attestiert ihm sogar selbst eine ideologiefreie Politik, die – von rationalen Motiven getrieben – auf Machterringung und Machterhalt zielt : »Lenin ist ebensowenig ein ›Kommunist‹, wie Richelieu ein ›Monarchist‹ gewesen ist.« Mit dieser visionären Analyse, der sich später immer wieder auch linke Dissidenten anschließen sollten, verfasst Fischer eine Studie, die den Vergleich mit Schriften von Carl Schmitt, Leo Strauss oder Max Weber nicht zu scheuen braucht. Lenin, der Machiavell des Ostens, das hier zum ersten Mal überhaupt erscheint, ist eine Dokument messerscharfen politischen Denkens, ein Zeugnis der deutschen Geistesgeschichte und wichtiger Beitrag zur Analyse des Bolschewismus an der Macht.
Der italienische Kulturphilosoph (1898–1974) trägt hier grundsätzliche Gedanken zur in Europa herrschenden Geisteshaltung vor. Als Vertreter des aristokratischen Prinzips und Befürworter elitärer Haltung setzt er unzeitgemäße Vorstellungen gegen das Narrativ von Gleichheit, Humanität und Liberalität. Leidenschaftlich beschwört er das Wesen des Politischen und zeigt den suchenden Menschen Europas andere Horizonte als die der Profitmaximierung und des oberflächlichen Lebensgenusses. Seine revolutionären Ideen wollen die politischen Urbilder wecken, die Europa zu seiner hohen Kultur verhalfen. Ein notwendiger Weckruf! Übersetzung durch den Evola-Kenner Dr. Hans Thomas Hakl
Bei »Metapolitik« handelt es sich um einen außerhalb des politikwissenschaftlichen Betriebs wenig gebräuchlichen, diffusen Begriff. Die zuerst von der französischen Nouvelle Droite unter Rückgriff auf den italienischen Marxisten Antonio Gramsci angestellten Überlegungen zur Erringung der Lufthoheit im »vorpolitischen Raum« fanden über Jahrzehnte hinweg keine deutsche Entsprechung. Diesen Mangel gleicht Thor v. Waldsteins hochverdichtete Programmschrift Metapolitik nun endlich aus. Der Autor skizziert – von seinem eigenen Einstieg in die politische Arbeit ausgehend – das theoretische Modell der für ihn unabdingbaren »Kulturrevolution von rechts«, um im Anschluß die Situation in Deutschland darzustellen. Daraus ergeben sich die Schlussfolgerungen, dass parteipolitisches Engagement für einen grundsätzlichen politischen Wandel keinerlei Nutzen bringt. Den Abschluss bildet ein Ausblick über die Möglichkeiten und Grenzen metapolitischer Arbeit in der heutigen Bundesrepublik, deren wesentliches Ziel darin bestehen müsse, einen »Sprung in der Geschichte« vorzubereiten.
Karl Otto Paetel, bekannt geworden durch seine kenntnisreichen wie engagierten Veröffentlichungen über Ernst Jünger und die deutsche Jugendbewegung, beschäftigt sich in dem vorliegenden Buch mit dem »Nationalbolschewismus«, jenem merkwürdigen politischen Phänomen der Jahre zwischen 1918 und 1933, das in besonderem Maße charakteristisch ist für die Zeit der Weimarer Republik. Paetels lebendig geschriebener Bericht beruht gleichermaßen auf sorgfältigen Quellenstudien wie auf der Kenntnis des »Dabeigewesenen«. Exakt beschreibt er die einzelnen Gruppen. So wird jene Welt der jungen Rebellen von damals, die sich trafen im gemeinsamen Willen zur Revolution – um der Nation willen die einen, um des Sozialismus willen die anderen – und die Synthese suchten zwischen »ganz rechts« und »ganz links«, noch einmal atmosphärisch lebendig.