Historie
Die bisher umfangreichste Dokumentation über die Gewaltakte an Deutschen während der »wilden Vertreibungen« zwischen Mai und August 1945 auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik. In diesem Buch findet der Leser Informationen über die Gewaltakte, die zwischen Mai und August 1945 auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik an Deutschen verübt wurden. Es geht um Ereignisse, die mit der wilden Vertreibung der Deutschen in Böhmen und Mähren verbunden sind. Thematisiert werden auch Vorgänge, bei denen sowohl Soldaten der Roten Armee als auch anderer auf dem Territorium der ehemaligen Tschechoslowakei operierenden Armeen zu den Tätern gehörten. Alle Ereignisse sind in Form von topographischen Stichworten dargestellt und werden vom Autor nicht bewertet oder kommentiert. Hier wird lediglich beschrieben, was an dem angegeben Ort passiert ist. Bei der Lektüre wird klar, dass die vom nationalsozialistischen Deutschen Reich in Gang gesetzte Gewaltmaschinerie am 8. Mai 1945 nicht endete, sondern sich weiter fortsetzte – wenn auch mit anderen Akteuren in der Täter- beziehungsweise Opferrolle. Der Text in diesem Buch wird durch umfangreiches Bildmaterial bereichert.
Jede Zeit stellt als Zeichen für ihre historische Qualität einen neuen Typus heraus. Für Ernst von Salomon war dies der deutsche Freikorpskämpfer, in dem sich das symbolische Empfinden der Zeit zur Gestalt verdichtete. Aus diesem Grund lud er Kameraden aller Fronten ein, ihre Erfahrungen niederzuschreiben: Der Kampf ums Reich – ob Oberschlesien oder Kärnten – in dutzenden Berichten. Nachdruck der Ausgabe von 1938. Mit zahlreichen Fotos und Kartenskizzen. Außerdem Abbildungen der verschiedenen Freikorpsabzeichen.
Als die Sowjetunion Ende der 1930er-Jahre Begehrlichkeiten im Baltikum und gegenüber Finnland entwickelte, führte das zum finnisch-russischen Winterkrieg 1939/40 und zum Aufleben der deutsch-finnischen Waffenbrüderschaft. In der Tradition des im Ersten Weltkrieg in Deutschland ausgebildeten »Königlich-preußischen Jägerbataillons 27«, das aus finnischen Freiwilligen bestand, wurde das III. (finnische) Bataillon im Regiment »Nordland« in der 5. SS-Panzergrenadier-Division »Wiking« aufgestellt. Nach ihrer ersten Bewährungsprobe am Mius folgte 1942 der Marsch in den Kaukasus. Als ein zweites Stalingrad drohte, standen die Finnen in der Wintereinöde der Kalmückensteppe in verbissenem Abwehrkampf. Rostow, Charkow und Dnjepropetrowsk waren weitere Stationen auf dem Weg des Bataillons. General Steiner bescheinigte dem Bataillon bei der Verabschiedung nach Finnland 1943 höchste Einsatzbereitschaft und besonderes Stehvermögen.
Was ist packender als unsere eigene Geschichte? Doch wie begeistern wir unsere Kinder und Enkel dafür? Mit dem Buch Deutsche Geschichte für junge Leser von Karlheinz Weißmann wird es Ihnen gelingen. Das Buch ist speziell für Heranwachsende geschrieben, reich bebildert, mit mehr als 100 exklusiv für dieses Buch gemalten Aquarellen, in 24 Kapiteln auf 252 grossformatigen Seiten, Halbleinen gebunden mit silberner Rückenprägung. Das ideale Geschenk, mit dem Sie frühzeitig die Begeisterung für die eigene Historie wecken, von den Germanen bis in die Gegenwart. Gehen Sie mit Ihren Söhnen, Töchtern, Enkeln, Nichten und Neffen gemeinsam auf eine abenteuerliche Reise durch unsere aufregende deutsche Geschichte!
Ein deutscher Soldat bei estnischen Partisanen 1945-49 Dieses Buch schildert das besonders harte und mitreißende Einzelschicksal eines jungen deutschen Soldaten. Als Scharfschütze der 1. Infanterie-Division gerät er im Kampf um Königsberg 1945 in russische Gefangenschaft. Nach insgesamt drei Fluchten aus einem Zwangsarbeitslager schließt er sich den estnischen Partisanen an und nimmt als »Waldbruder« erneut den Kampf gegen die Rote Armee auf. Das strategische Ziel der Partisanen war die Schwächung der Besatzungskräfte auf vielfältige Weise: Durch den Überfall von Geldtransporten wurde der Kampf finanziert, die Sprengung von Zügen störte den Nahverkehr und das Transportwesen empfindlich, gefangene Landsleute wurden befreit, Kollaborateure und Mitglieder der sowjetischen Sicherheitsorgane getötet. Eine unvergleichliche Odyssee nahm ihren Lauf – bis die russischen Besatzer im Herbst 1949 durch Verrat vom Versteck des deutschen Partisanen erfuhren und ihn zum vierten Mal festnehmen konnten. Bis zum Winter 1955 durchlebte er die Hölle in den berüchtigten Todeslagern von Karaganda, Narilsk, Kolyma und Swerdlowsk. 1956 kehrte er aus der Gefangenschaft zurück und legt mit diesem atemberaubenden Buch Zeugnis vom Befreiungskampf des estnischen Volkes gegen einen übermächtigen und erbarmungslosen Feind ab.
Aus dem Heft: • Abwehrschlacht am Donez: Knittels Vorstoß auf Korobotschkino• Dran, drauf, drüber: SS-Brigadeführer Kurt »Panzermeyer« Meyer • Kampf um den Forêt de Nieppe: Schwere Waldkämpfe der SS-Verfügungs-Division in Französisch-Flandern • Geheime Meereskämpfer: die Kampfschwimmer der Kriegsmarine und Waffen-SS • Das Gewehr vz. 24: tschechische Handfeuerwaffen bei der Waffen-SS • Mit Dreck beworfen: Der Fall Wilhelm Krelle – Wie aus einem Generalstabsoffizier der 17. SS-Panzergrenadier-Division »Götz von Berlichingen« ein Kriegsverbrecher gemacht wird • Im Gespräch: Raimund Miestinger – mit dem Reichsarbeitsdienst und als SS-Unterscharführer der SS-Division »Wiking« an der Ostfront • SS-Rottenführer Frede Frederiksen: als dänischer Freiwilliger in der SS-Division »Wiking« • Nationalsozialismus und Islam: SS-Untersturmführer und Dolmetscher der Waffen-SS Zvonimir Bernwald erinnert sich • Der Tod kam von oben: Gräber des SS-Fla-Bataillons in Frankreich 1940
Aus dem Heft: • Unternehmen »Wolkenbruch«: Partisanen-Einsatz der Regimentskampfgruppe »Frey« • Entscheidende Stunden: Ausbruch aus dem Kessel von Oberglogau in Schlesien 1945 • SS-Gruppenführer Werner Ostendorff: Hans Dampf in allen Gassen – Flieger, Stabschef und Divisionskommandeur • Im Schatten Charkows: Das SS-Regiment »Der Führer« im schweren Abwehrkampf um Korotitsch im August 1943 • Schlacht um die Blauen Berge: Zerstörungswut und Vandalismus an Kriegsdenkmälern im Kampfgebiet Narwa in Estland • SS-Unterscharführer Heinz Palatini: Kradschütze und Führer einer Aufklärungsgruppe in der »Leibstandarte« • Der »Königstiger«: Teil 2 – Einsätze des Panzerkampfwagens VI »Tiger« II bei der schweren SS-Panzer-Abteilung 501 • Russischer Dolch des Reiches: Russischstämmige Freiwillige in der SS-Division »Handschar« • Erinnerung unerwünscht: Der Fall »Derrick« – Zum hundertsten Geburtstag von Schauspieler Horst Tappert • Zwischen Hunger, Haß und Hoffnung: SS-Rottenführer Gottfried Funk erinnert sich an seine Zeit der Kriegsgefangenschaft • Modohn 1944: Verstorben im Kriegslazaret
Aus dem Heft: • Vogelsang 1945: Endkämpfe der 32. SS. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division »30. Januar« an der Oder • Unermüdlich trotz Verwundung: SS-Obersturmbannführer Hans Traupe • Von Rostow zum Mius: Rückzugskämpfe der »Leibstandarte« in die Sambek-Stellung Ende 1941 • Stauferruhm: Aufstellung und Ausbildung der SS-Panzergrenadier-Division 9 • Immer vorn, immer Führer: Das Schicksal des SS-Obersturmführers und Ritterkreuzträgers Harry Paletta (Teil 2) • Schweizer in der Waffen-SS: Warum sie als Freiwillige in den Krieg zogen (Teil 1) • Als erster Soldat der Waffen-SS: Das Ritterkreuz für Sepp Dietrich • SS-Hauptsturmführer Konrad Denecke: Panzergrenadierführer mit dem Deutschen Kreuz in Gold • Ionisierung der Luft: Panzerbekämpfung durch Störung elektrischer Geräte• »Halytschyna«: Die Waffen-SS-Division »Galizien«, eine Truppengeschichte (Teil 1) • Angriff auf Rußland: Albert Frey erinnert sich an seine ersten Ostfront-Einsätze (Teil 1) • Tod durch eigenes Feuer: SS-Untersturmführer Dr. Reimond Tollenaere, gefallen am Wolchow 1942
Im Atlas-Großformat mit zahlreichen Abbildungen, Fotos, Karten und Dokumenten In diesem Buch wird die Geschichte der baltischen Verbände der Waffen-SS erzählt. Hierbei fällt der Blick nicht nur auf die 15. und 19. Lettische und 20. Estnische SS-Freiwilligen-Division, sondern auch auf die zahlreichen Abteilungen und Bataillone, die mit lettischen und estnischen Kriegsfreiwilligen im Rahmen des Heeres und der Ordnungspolizei aufgestellt und eingesetzt waren. Wo und wann wurden die Einheiten aufgestellt? Wie waren sie gegliedert und wo eingesetzt? Zahlreiche Originalkarten sowie unbekannte Fotografien und Dokumente schaffen zusammen mit Erinnerungsberichten deutscher, estnischer und lettischer Veteranen ein Gesamtwerk, das einen hervorragenden Überblick über diesen Themenkreis der jüngeren Zeitgeschichte gibt.
In diesem Buch wird die Geschichte der französischen SS-Freiwilligen zwischen 1943 und 1945 beschrieben. Es wird auf die politischen Strömungen in Frankreich eingegangen, aus deren Reihen sich die Masse der Freiwilligen rekrutierte. Man erkennt, dass die Motivationen ganz verschieden waren und sich Franzosen darüber hinaus zum NSKK, zur Organisation Todt, dem Heer und zur Kriegsmarine meldeten, um dann letztendlich alle in der Waffen-SS gebündelt zu werden. Die Aufstellung, der Einsatz und das Ende in Berlin 1945 werden eingehend und mit zahlreichen unbekannten Fotografien dokumentiert.
Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg waren die Freikorps ein überlebenswichtiges Werkzeug des schwachen, von innen wie außen existentiell bedrohten deutschen Staates. Nur widerwillig angefasst, sollte dieses Werkzeug nach Erledigung der anstehenden Aufgaben schnell wieder verschwinden. Die Soldaten dieser in erster Linie zur Bekämpfung von bewaffneten Aufständen gedachten Verbände polarisierten bereits durch ihre Existenz; ihre öffentliche Wahrnehmung war negativ vorgeprägt, bevor sie überhaupt zum Einsatz gelangten. Nachfolgende, eindimensionale Darstellungen setzten sich schließlich weitgehend durch und verstellten ein Verständnis von Handlungen und Beweggründen. René Hoffmann eröffnet übersehene Blickachsen auf Geschehen und Akteure und fand mit Hilfe bislang vernachlässigter Quellen Antworten auf Fragen zu Selbstverständnis und Wahrnehmung der Freikorps-Soldaten vor den politisch und psychologisch wirkmächtigen Hintergründen und Vorgängen ihrer Zeit.
Endkampf um Berlin Diese Erinnerungen eines schwedischen Kriegsfreiwilligen wurden bereits ein Jahr nach Kriegsende niedergeschrieben. Aus ihnen spricht daher das unverstellte Erlebnis der schweren Kämpfe, Entbehrungen und Verluste, die den Weltkriegssoldaten an der Ostfront auferlegt waren. Der Autor, SS-Unterscharführer in der »Nordland«, schildert die Beweggründe der europäischen Freiwilligen und beschreibt eindrucksvoll die Kampfhandlungen im Kurlandkessel, den Rückzug in Pommern über die Oder und die erbitterte Schlacht gegen sowjetische Panzer und von Haus zu Haus in der damaligen Reichshauptstadt.
Léon Degrelle (1906–1994), der in Belgien die rexistische Bewegung Mouvement National Rexiste formierte, wurde 1940 von den Behörden eingesperrt und zehn Wochen lang durch 19 verschiedene Gefängnisse in Belgien und Frankreich geschleift, immer dem deutschen Zugriff während des Blitzkrieges im Westen entfliehend. Dabei erlebte Degrelle vielfache Demütigungen und Misshandlungen, die er in diesem Kerkertagebuch schildert. Heute ist Degrelle überwiegend als Kollaborateur sowie hochdekorierter Soldat der Waffen-SS bekannt. Seine andere Seite als Journalist, Verleger, Schriftsteller und insbesondere als europäischer Visionär eines christlichen Abendlandes sind weitgehend in Vergessenheit geraten. Dieses wenig bekannte Buch Degrelles – eines seiner frühen Werke – liegt seit der einzigen deutschen Auflage 1944 erstmals wieder vor.
Von 1926 bis 1929 kam es in Mexiko zu Aufständen gegen die Regierung. Bewaffnete Bauernmilizen wehrten sich gegen staatliche Eingriffe in die katholischen Dorfgemeinschaften. Als Guerra Cristera ging dieser blutige Bürgerkrieg in die Geschichte ein. Der damals noch unbekannte wallonische Student Léon Degrelle wollte sich selbst ein Bild dieses brutalen Kulturkampfes machen. Schon früh fußten Degrelles Ansichten auf dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und der Idee des christlichen Abendlandes. Aus dieser Haltung heraus stellt Degrelle sich später an die Spitze der Rexisten-Bewegung in Belgien und führte als hochdekorierter Soldat der Waffen-SS die wallonischen Freiwilligen im Zweiten Weltkrieg. Seine andere Seite als Journalist und Schriftsteller, und insbesondere als europäischer Visionär, ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Degrelles abenteuerliche Entdeckungsfahrt in das schöne und interessante, aber politisch unruhige Land Mexiko beeindruckt auch heute noch. Dieser Erlebnisbericht gilt als Degrelles Erstlingswerk, das zwar bei Erscheinen 1937 einen großen Publikumserfolg hatte, heute jedoch aufgrund seiner Seltenheit nur Kennern als bibliophile Kostbarkeit bekannt ist.
Kapitän Hermann Ehrhardt war als Freikorpsführer der Brigade Ehrhardt eine Legende. Rudolf Mann beschreibt seine Erlebnisse als Offizier bei Aufstellung und Einsatz der Brigade. Eine frühe Quelle. Faksimile der Ausgabe von 1921, Trowitzsch, Berlin.
Das deutsche Volk als Täter – diese vereinfachte und vor allem politisch konnotierte Darstellung prägt bis heute die offiziöse Geschichtsschreibung und bedient zugleich die (auch historische) Sensationsgier der Medien. Doch wie steht es um die Deutschen als Opfer, etwa »wilder Vertreibungen«, willkürlicher Racheakte, der Rheinwiesenlager, des Gulag-Systems oder der Massenvergewaltigungen durch die Rote Armee? Was relativiert werden kann, wird relativiert – so scheinen bundesdeutsche Historiker jedenfalls zu arbeiten, wenn es darum geht, das an ihren eigenen Landsleuten verübte Unrecht zu erforschen. So auch, wenn es um das sogenannte Massaker von Nemmersdorf im Oktober 1944 geht. Mit einem einzigartigen und mutigen Comic-Projekt versucht der Dresdener Hydra-Verlag nun, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Popkultur zu kombinieren – und so einen würdigen Platz für Nemmersdorf in der deutschen Erinnerungslandschaft zu erkämpfen. In der hier angebotenen Buchausgabe des Comics findet sich neben der Bildgeschichte auch ein ausführlicher Redaktionsteil, in dem der Autor, ein studierter Historiker, seine Forschungsergebnisse samt Quellen präsentiert. Mehr zur Arbeit und schwierigen Entstehung dieses bisher einmaligen Comics erfahrt ihr in diesem Artikel. Empfohlen ab 16 Jahren.
Das Schicksal der Kameraden Schlageters Friedrich Glombowski bearbeitete das Schicksal der Kameraden Schlageters nach Akten und stellte es in Erzählform dar: eine gute dokumentarische Darstellung der Organisation Heinz, mit 94 Fotos und Dokumenten. Die O.H. war Sammelbecken für den besonders aktivistischen Typus der Nachkriegszeit, sie war an allen entscheidenden Freikorps-Einsätzen beteiligt. Vorangestellt ist das Lied vom »Verlorenen Haufen« von Otto Paust. Nachdruck, Hobbing, Berlin 1934.
Eine erstklassige politische Biographie Der Großhandelskaufmann Joachim von Ribbentrop ging 1932 als Quereinsteiger an einflussreicher Stelle in die Politik. In seiner Villa in Berlin wurden die entscheidenden Gespräche geführt, die zur Ernennung des Reichskanzlers Hitler führten. Als Sonderbeauftragter, Botschafter und schließlich Außenminister prägte er dann die deutsche Außenpolitik zwischen 1933 und 1945 mit. In seiner Biographie arbeitet Dr. Stefan Scheil die Motive Ribbentrops heraus, dessen überzeugtes und zugleich kritisches Verhältnis zum Nationalsozialismus sowie seine außenpolitischen Ziele. Scheil zeigt auf, dass die Loyalität Ribbentrops aus der Euphorie des »nationalen Aufbruchs« kam, als die er Hitlers Diktatur deutete. Wie das Auswärtige Amt bereits zur Weimarer Zeit, trug Ribbentrop das Endziel eines großdeutschen Nationalstaats mit, das Hitler ihm 1937 skizzierte. Dieses Ziel wollte Ribbentrop als Minister seit 1938 durchsetzen und zugleich andere Staaten von einer bewaffneten Intervention dagegen abschrecken.
Einer der besten Köpfe um Kapitän Ehrhardt schildert in Romanform seine Erlebnisse im Freikorps, während der Ruhrbesetzung und bei den Kämpfen um Oberschlesien. Faksimile der Ausgabe von 1930, Frundsberg, Berlin.
Dieser bereits 1974 erstellte Bericht wurde bis 1982 von der SPD/FDP-Bundesregierung aus politischen Gründen unter Verschluss gehalten. Es ist der abschließende Bericht der im Bundesarchiv in Koblenz erarbeiteten Dokumentation über Verbrechen und Unmenschlichkeiten, die an Deutschen im Zuge der Vertreibung begangen worden sind. Er beruht auf der Auswertung des im Bundesarchiv liegenden Quellenmaterials: etwa 10.000 Erlebnisberichte aus der Ostdokumentation, etwa 18.000 Gemeindeschicksalsberichte sowie Materialien der katholischen Diözesanarchive sowie des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes. Die Dokumentation enthält zudem 45 bisher unveröffentlichte, erschütternde Erlebnisberichte, die von dem tragischen Geschehen – Flucht, Vertreibung, Ausweisung, Deportation – im deutschen Osten wie auch in den deutsch besiedelten Gebieten Ostmittel- und Südosteuropas am Ende des Zweiten Weltkrieges zeugen, von dessen Folgen bis heute ganz Europa gezeichnet ist.
Französische Freiwillige im Kampf um Europa Der Verfasser André Bayle gehörte – damals 17-jährig – sicher zu den jüngsten Europäern, die sich kriegsfreiwillig meldeten. Im Mittelpunkt stehen die Fronteinsätze in den Karpaten und in Galizien, bis hin zu den schweren Abwehrkämpfen in Pommern. Nicht minder erschütternd ist das dramatische Schicksal in den Kriegsgefangenenlagern der Sowjets, die der Autor mit anderen französischen Kameraden durchlitt, sowie die Erfahrungen, die sie bei Ihrer Rückkehr in die Heimat machten. Dieser Bericht geht weit über ein einzelnes Soldatenschicksal hinaus, denn André Bayle gibt tiefe Einblicke in die Beweggründe, von denen sich junge Franzosen der 33. Waffen-Grenadier-Division der SS »Charlemagne« bei ihrem Einsatz leiten ließen.
Dokumentation eines Nachkriegsverbrechens! Anlass des Pogroms an Deutsch-Böhmen am 31.Juli 1945 in Aussig (Ústí nad Labem) war die Explosion eines Munitionsdepots im Stadtteil Schönpriesen (Krásné Březno) am gleichen Tag, die als Anschlag der Werwölfe dargestellt wurde. Nach Erkenntnissen der Forschung und aus geheimen tschechischen Unterlagen kann davon ausgegangen werden, dass der Anschlag auf das Depot und auch die angebliche Reaktion der Bevölkerung eine gezielte Aktion der Abteilung Z des tschechoslowakischen Innenministeriums, des OBZ, waren. Ziel der Aktion war, einen für das Ausland klar erkennbaren Grund zu schaffen, die restlose Vertreibung der deutschen Minderheit aus dem Sudetenland zu vollziehen. Um diesbezügliche Informationen und Zusammenhänge in die gewünschte Richtung zu lenken, wurde Stabshauptmann Bedřich Pokorný mit der offiziellen Untersuchung der Vorgänge beauftragt. Sofort nach der Explosion wurden deutsche Zivilisten von tschechischen Revolutionsgarden ohne nähere Untersuchung als vermeintlich Schuldige ausgemacht. Erkennbar waren die Deutschen an weißen Armbinden, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis mindestens Ende 1946 alle Deutschen in der Tschechoslowakei tragen mussten. Die Menschen wurden erschlagen, mit Bajonetten erstochen, in einem Löschwasserspeicher ertränkt oder von der Elbebrücke gestoßen und im Wasser beschossen. Die Leichen trieben bis ins benachbarte Sachsen. Dieses Buch dokumentiert anhand von Archiv-Funden akribisch, was genau am 31.Juli 1945 in Aussig passierte. Mit einem Vorwort von Dr. Peter Koura und einem Prolog von Jirí Padevet
Geheime Dokumente und Zeitzeugenberichte enthüllen das Unfassbare Der Ort Postelberg wurde Anfang Juni 1945 zum Schauplatz von Verbrechen gegen die Menschlichkeit an der lokalen deutschsprachigen Bevölkerung. Offiziell wurden fast 800 Menschen ermordet, während auf deutscher Seite mehr als 1500 als vermisst gelten. Niemand weiß, wie viele Einwohner des Saazerlandes nach dem Krieg tatsächlich getötet wurden. Abgesehen von einer Exhumierung nach dem Krieg, die von einer parlamentarischen Kommission angeordnet wurde, sind keine umfassenden Untersuchungen durchgeführt worden. Die Mörder selbst gaben bei der Untersuchung im Jahr 1947 an, dass die Zahl der Opfer »etwa tausend« betrug. Es handelt sich jedoch mit Sicherheit um die größte ethnische Säuberung an einem Ort in Europa seit Ende des 2. Weltkriegs bis zum Massaker in Srebenica in Bosnien Mitte der 1990er-Jahre. Der Vergleich mit Srebenica ist mehr als treffend: Vor dem Krieg lag Postelberg/Potoloprty genau an der tschechisch-deutschen Sprachgrenze, und die beiden Völkergruppen waren zahlenmäßig fast gleich stark vertreten. In diesem Buch werden Geheimakten aus tschechischen Archiven ausgewertet, welche die Ereignisse aus Sicht der Täter dokumentieren. Überlebende Opfer der Inhaftierung und Vertreibung erzählen nach vielen Jahren erstmals ihre Geschichte der tschechischen Öffentlichkeit. Tschechische Journalisten, Schriftsteller und Theaterleute machen die Nachkriegsverbrechen in Nordböhmen ihren Landsleuten durch Zeitungsartikel, Ausstellungen und Theateraufführungen bekannt. Auch in Deutschland berichten Medien jetzt über »Postelberg«. Mit einem Essay vom tschechischen Historiker Jan Novotný und einem Vorwort von Jirí Padevet
Erinnerungen eines Freikorpsführers an die Kämpfe in Oberschlesien Die Männer des einarmigen Hauptmannes trugen den Ehrennamen »Wehr-Wölfe«. Das Buch gibt einen guten Einblick in den nationalrevolutionären Geist der Nachkriegskämpfe. Peter von Heydebreck wurde als SA-Führer im Zuge des »Röhm-Putsches« 1934 erschossen. Faksimile der Ausgabe von 1931, Koehler, Leipzig.